Tanzprojekt 180° Drehung                     

 

im Rahmen der Sprachförderung an der Kranichschule,

Förderschule Sprache

 

 

    Bedeutsamkeit des Tanzprojekts an

    unserer Schule

 

Im Schulprogramm unserer Schule ist als ein besonderst wichtiger Punkt  unserer Arbeit die Öffnung von Schule für außerschulische, professionelle Kooperationspartner aus dem Bereich Kunst und Kultur verankert.

 

Künstlerische Aktivitäten und kulturelle Bildung sind wichtig für die Entwicklung von jungen Menschen: für eine differenzierte Wahrnehmung, Ausdrucksvermögen, die Ausbildung einer ästhetischen Intelligenz und schließlich für die Gestaltung des Lebens insgesamt. Kinder und Jugendliche brauchen Kunst und Kultur unabhängig vom familiären Hintergrund und Wohnumfeld.

 

Dies gilt insbesondere für die Förderschule Sprache und Kommunikation, da viele Schüler keinen oder nur einen geringen Zugang zu Kunst und Kultur erhalten.

                                                                                                    

Im weiteren werden ihnen hier Ausdrucksfelder eröffnet, die ihnen selbst andere Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeit bieten als die für sie so schwierige Sprache.

So haben wir bereits an Projekten aus den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Bildende Kunst mit Künstler der entsprechenden Sparten teilgenommen, bzw. nehmen zur Zeit daran teil.

Als eine besonders gute, effektive und für die Schüler/innen sehr förderliche  Zusammenarbeit hat sich die Kooperation mit zwei Bühnentänzerinnen bzw. Tanzpädagoginnen aus Köln, Uta Sander und Sarah Schuhmacher, erwiesen.

16 Schüler/innen unserer Schule nahmen an dem Projekt „180° - Drehung“ teil, initiiert über das TANZBÜRO NRW in Köln – Tanz in Schulen .

                                                                                                   

An diesem Projekt waren noch zwei weitere Schulen aus Essen beteiligt, sowie einige Schulen im Raum Köln.  Die Tänzerinnen entwickelten gemeinsam mit den Schüler/innen eine Choreographie, die auf einer öffentlichen Bühne, im Ringlokschuppen in Mühlheim an der Ruhr, präsentiert wurde, zusammen mit den Tänzern der Schulen aus Essen. Die gemeinsame Arbeit ging über 16 Wochen in der ersten Hälfte des Schuljahres 2007 / 2008.

                                                                                                               

Für jedes Kind ergaben sich durch die tänzerische Arbeit effektive, persönliche Entwicklungsfortschritte auf unterschiedlichen Ebenen.

Kommunikation

-          Förderung der Erzählfreude durch begleitendes, kommentierendes

      mitgestaltendes  

      Kommunizieren.

-          Nonverbale Kommunikation als weitere Ausdrucksmöglichkeit für sprach-

      Entwicklungsgestörte

      Kinder

-          Erhöhung der sprachlichen  

          Aufnahmefähigkeit durch

          emotionale Beteiligung.

 

Arbeitsverhalten

-          Steigerung der Konzentrationsfähigkeit über einen langen Zeitraum

-          Steigerung der Merkfähigkeit  durch die festgelegten Bewegungssequenzen, des gesamten Ablaufs des Tanzstücks

-          Allgemeine Bewegungsförderung, Bewegungskoordination

-          Steigerung der Ausdauer, Anstrengungsbereitschaft, um das Ziel aufzutreten zu erreichen. Ein ganz wichtiger Entwicklungsschritt für Schüler/innen unserer Schulform. Ihnen fällt immer wieder genau das schwer.

 

Sozialfähigkeiten

-          Achtsamkeit für sich und andere entwickeln

-          Verantwortlichkeit entwickeln und übernehmen: ICH bin verantwortlich für das Gelingen der Gesamtaufführung

-          Mut und Selbstbewusstsein entwickeln sich auf der Bühne zu präsentieren

 

 

Diese Ziele wurden in hohem Maße unter anderem durch die überaus engagierte und einfühlsame Art der Tänzerinnen erreicht.

Durch die positiven Erfahrungen in unserem Ansatz bestärkt, möchten wir den Tanz an unserer Schule in Form von Projekten institutionalisieren.

 

 

 

 

     Neues Projekt für 2008/09 

      Bisherige Projektplanung:

 

„ Giraffen können nicht tanzen!“

 ist der Projekttitel und so lautet der Titel des Bilderbuchs was im Rahmen des Tanzprojekts tänzerisch erarbeitet und interpretiert werden wird und in einer Gesamtchoreographie auf einer öffentlichen Bühne präsentiert werden soll. Die Arbeit soll mit den beiden bereits erwähnten Tänzerinnen und Tanzpädagoginnen Uta Sander und Sarah Schuhmacher erfolgen.

 

Das Projekt wird im Rahmen unserer freiwilligen Arbeitsgemeinschaften für die Klassen 3 und 4 laufen. Es soll sich über das gesamte Schuljahr 2008/2009 erstrecken und eine Projektwoche beinhalten. Es können bis zu 20 Kinder tänzerisch unterrichtet werden.

 

Möglicherweise werden in einer weiteren AG (Kunst/Werken) andere Kinder das Bühnenbild, sowie die Requisiten für die Aufführung gestalten.

Wieder andere Schüler/innen werden Werbeplakate und Werbeflyer im Rahmen des Kunstunterrichts entwerfen und ausführen. So wird dieses Projekt  zu einem gemeinsamen, fächerübergreifenden Projekt der Klassenstufen 3 und 4 mit dem Ziel einer öffentlichen Aufführung außerhalb oder innerhalb der Schule.